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Schulsozialarbeit, Sonderfahrzeuge und frisches Gemüse

Breit war das Spektrum für Harald Leibrecht, FDP-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Neckar-Zaber, bei der ersten Tour de Lauffen 2010. Er besuchte zusammen mit Dr. Axel Obermeyer und den Lauffener Gemeinderäten Dr. Michael Mühlschlegel, Bernd Mittenmeyer und Dr. Birgit Müller Einrichtungen und Firmen in Lauffen.

Schulsozialarbeiter und Vorstand des Netzwerks Schulsozialarbeit, Alexander Meic und Herr Müller, der als Lehrer mitverantwortlich für den Ganztagesbetrieb an der Hölderlin-Hauptschule in Lauffen ist, erläuterten die Anforderungen an die moderne Schulsozialarbeit, insbesondere die Veränderungen, die sich aus dem Ganztagsbetrieb ergeben. "Die Schüler nehme

n neue Räume ein - se müssen aber erst lernen, ihre Zeit sinnvoll zu nutzen." Da Schulsozialarbeit von Kontinuität und dem direkten Kontakt zu den Schülern lebt, also "Beziehungsarbeit" darstellt, muss eine Präsenz vor Ort erfolgen. Die beiden Schulsozialarbeiter, die für zwei Grundschulen, eine Hauptschule, eine Förderschule, die Realschule und das Gymnasium in Lauffen zuständig sind, werden durch Praktikanten unterstützt. Obermeyer und Leibrecht erkundigten sich nach Streetworkern, die es allerdings in Lauffen bisher nicht gibt. A. Meic diskutierte mit dem Abgeordneten darüber, wie die Schulsozialarbeit inhaltlich und strukturell eingebunden werden kann. Er forderte eine Verortung im Kultusministerium und Richtlinien, die die Unabhängigkeit der Schulsozialarbeit garantieren.

Diese Themen wurden dann im Gespräch mit Bürgermeister Waldenberger fortgeführt. Natürlich kamen auch die Lauffener Brücken zur Sprache. Während sich bei der B27 Brücke die Umsetzung zwischenzeitlich konkret abzeichnet, so ist die Situation, die sich aufgrund der längeren Neckarschiffe, die auch eine Verlängerung der Schleusenkammer bedingen, noch nicht klar. Fest steht nur, dass die Lauffener Kurve unterhalb der Schleuse zu eng ist.

Moderne Technik erlaubt es der Firma Assmann-Sonderfahrzeuge schon in der dritten Generation Sonderfahrzeuge für Deutschland und Europa zu bauen. Frank Assmann zeigte auf, wie der Familienbetrieb ausgehend von einer kleinen mechanischen Werkstätte kontinuierlich wuchs und heute eine breite Palette im Bereich von Kanalreinigungs- und Saugdrucktankfahrzeugen im Angebot hat, und darüber hinaus Service und Reparatur anbietet.

"Unsere hohe Fertigungstiefe und die mechanische Werkstatt ermöglichen uns die Umsetzung spezieller Kundenwünsche" so F. Assmann zu den interessierten Zuhörern.

Leibrecht, Obermeyer und Assmann diskutierten die Problematik der Ausschreibungen bei den Kommunen, da die Hälfte seiner Kunden öffentliche Auftraggeber sind. Doch richtig spannend wurde es dann bei der Besichtigung der Werkhallen und der Fahrzeuge, von denen sich die Besucher kaum trennen konnten.

Frische Früchte und knackiges Gemüse kauft man in Lauffen bei Farmer Tom oder richtiger Thomas Braun. Auch MdB Leibrecht nutzte seinen Besuch zum Einkauf, während T. Braun seinen Arbeitstag beschrieb, die Herkunft und Lagerung seiner Ware erläuterte. Farmer Tom bietet eine Alternative zum Einkauf bei Discountern, denn täglich frische Ware vor Ort - wo immer möglich von regionalen Lieferanten- stellt für Lauffen auch einen Standortvorteil dar.